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ARTS - Medienabspielgerätetests
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| Denon 1910 Last updated by Moose on Tuesday, 30/11/2004 - 15:05 | Jetzt, wo ich mein Heimkino zu komplettieren versuche, habe ich natürlich einen DVD Player gebraucht welcher "Progressiv Scan" beherrscht um meinen Projektor (Sanyo Z2) optimal ansteuern zu können. Eine digitale Ausgabe war natürlich auch auf meiner Wunschliste und so versuchte ich das alles in mein, dafür wohl geringes Budget, unterzubringen.
Da Denon ja den 1910 auf den Markt gebracht hat und dieser mit 279€ ein eigentliches Schnäppchen darstellt bin ich losgegangen um mir den Player einmal anzusehen.
Zwar hatte ich schon einiges zuvor über diesen Player gelesen und mir war das Problem bekannt, daß dieser Player einen schwarzen Rand um das Bild frei läßt bei digitaler Zuspielung. Mir war nur nicht bewußt wie schwer dieses Manko liegt. Vorweg muß ich sagen daß ich den Player nur kurz zum Testen zu Hause hatte, um genau zu sein habe ich das Gerät einen Abend lang getestet.
Formate Nun aber der Reihe nach, zuerst einmal die unterstützten Formate: da wären DVD-Video, Audio CD, MP3 und WMV. Jpeg Bilder kann er auch anzeigen.
Da mir der Player vor allem für Bild wichtig ist, braucht man nicht wirklich viele Formate. Leider fehlen DVD-Audio, was für mich auch ein Manko darstellt.
Verarbeitung Im Prinzip ein schön verarbeitetes Gerät, aber doch mit einigen Abstrichen, klar bei dieser Preisklasse:
Was mir als erstes negativ aufgefallen war ist, daß das Stromkabel direkt im Player angelötet ist. Ich habe lieber einen Netzstecker der sich abziehen läßt, schon alleine weil ich der Zugentlastung des Kabels nicht wirklich über den Weg traue. Außerdem läßt es sich eigentlich gar nicht gegen ein längeres Kabel austauschen. Verlängerungskabel habe ich schon genug, da würde noch eines nerven.
Außerdem ist das Gehäuse sehr kurz ausgefallen, gerade mal die Hälfte der Standfläche eines Recievers bzw. eines "ausgewachsenen" DVD Players nimmt das Gerät in Anspruch. Gibt natürlich Probleme wenn man ein anderes Gerät darauf stellen will.
Das Gerät ist ziemlich leicht. Ich will damit jetzt nicht sagen daß leicht gleich schlecht ist, aber die Standfestigkeit hat mich gestört. Der Player steht auf vier großen Gummifüßen, welche nicht wirklich formschön sind. Diese verhindern zwar halbwegs daß der Player bei einem Tastendruck verrutscht, nur fester anstoßen darf man nicht. Ein paar Gewichte in den Füßen bzw. in der Bodenplatte hätten dem Player sicher nicht geschadet.
Über das Display fällt mir jetzt nichts negatives ein, für diese Klasse okay.
Das Laufwerk fällt nicht wirklich durch seine laufruhe positiv auf. Der Player macht schon einen ordentlichen Wirbel. Hab davon zwar zuvor auch schon gelesen, aber da ich nicht wirklich lärmempfindlich bin und mein Sanyo Z2 zwar ruhig, aber nicht lautlos ist habe ich mir darüber nicht wirklich Gedanken gemacht. Aber als die erste DVD lief, war ich nicht wirklich begeistert, sogar als der Lüfter meines Projektors lief konnte man den Denon 1910 gut ausmachen.
Die Anschlußmöglichkeiten des Players sind eben via DVI-D (!), YUV, Scart, Video und S-VHS möglich. Für die Tonübertragung stehen eben die analogen Chinchbuchsen bzw. ein optischer und ein koaxialer digitaler Anschluß zur Verfügung. Der Player gibt über die DVI Schnittstelle kein analoges Signal aus, also hat die Buchse auch keine Aussparung für die vier Pins. Beim Kabelkauf darauf achten!
Dafür hat die Fernbedienung eigentlich einen positiven Eindruck hinterlassen. Sie ist zwar riesig an der Anzahl der Knöpfe gemessen, ist aber sehr übersichtlich und die Tasten haben einen wohl definierten Druckpunkt. Außerdem liegt sie sehr gut in der Hand. Einziger Wehrmutstropfen, die Tasten sind nicht beleuchtet. Aber für diese Preisklasse eine Top Fernbedienung.
Alles in allem ist das Design des Players total unscheinbar. Ein Player der seine inneren Werte gut zu verstecken weiß.
Bedienung Die Bedienung des Gerätes erfolgte eigentlich sehr leicht und war gleich intuitiv verständlich. Schnell gelangte man zu den Einstellungen die man wollte und man mußte nicht lange suchen. Einzig das Umschalten der verschiedenen Upscaling - Modi (576p, 720p bzw. 1080i) konnte nur direkt am Gerät erfolgen. Wenn man den DVD Player das erste mal an den Projektor anschließt und alles durchprobiert um eine optimale Bildqualität zu finden ist das sicher nervig, aber ansonsten zu verschmerzen da dies sicher nicht wirklich oft umgeschalten wird.
Bildtest So jetzt zum eigentlich wichtigen Teil des Tests, der Bildtest.
Ich muß hier aber gleich mit dem negativen Teil anfangen, und zwar mit den schwarzen Rändern bei digitaler Zuspielung. Links blieb bei mir ein 3 - 4cm breiter Streifen, rechts ein halb so großer, oben und unten ein 1cm breiter Streifen übrig. Das Panel meines Sanyo Z2 wurde also nicht wirklich voll ausgenützt was ziemlich nervig ist. Für was kaufe ich mir einen digitalen Zuspieler wenn dieser das Bild nicht korrekt ausgeben kann?
Hier sind einige Bilder zum oben besprochenen schwarzen Rand. Der Film, welchen man wohl wegen der Belichtungszeit der Kamera eher weniger erkennt war "Findet Nemo" bzw. das Hintergrundbild des Players. Aber den breiten schwarzen Rand solle man erkennen können.
Das Bild ist allerdings absolut sauber und scharf. Man erkennt sofort wo es Masteringfehler bei den DVDs gibt, kein Fehler wird unterschlagen. Wahnsinn wie scharf Bilder von einer DVD sein können. Ich hab mir eine DVD bei 576p bzw. 1080i an meinem Sanyo Z2 angesehen. 720p habe ich nur kurz probiert, wegen des 60Hz Problems meines Projektors ist dieser Modus für mich leider nutzlos. Der Player liefert ein Wahnsinnsbild. Obs noch viel besser geht kann ich mangels Vergleich zu seinen großen Brüdern Denon 2910 bzw. 3910 nicht sagen. Etwas mehr ist zwar immer drin, aber Dank der geringen Pal Auflösung dürfte sich der Unterschied wohl in geringen Grenzen bewegen.
Die Erkennung zwischen Film bzw. Video Mode erfolgt beim Denon 1910 ausschließlich automatisch. Ist hier aber kein Nachteil, der Denon 1910 ist kein Flag Reader und wertet den jeweiligen Modus nicht nach, nur zu oft falsch gesetzen Flags auf den DVDs aus, sondern hat hier eine eigene Automatik eingebaut. Diese scheint wunderbar zu funktionieren. Weder bei "Gladiator", noch bei "Findet Nemo" bzw. "Sechs Tage sieben Nächte" oder auch "Star Wars Episode II" wäre mir aufgefallen daß der Player aus dem Film Mode springt. Mangels der Testzeit kann ich es natürlich nicht sagen ob er immer zu 100% alles richtig erkennt, aber wie gesagt, mir wäre kein Fehler aufgefallen.
Wenn der Bug mit dem Rand nicht wäre, würde der Denon 1910 wohl noch immer bei mir stehen.
Über die Zuspielung via YUV kann ich nicht viel sagen, habe mir die Sache nicht angesehen, da mir eine digitale Zuspielung wichtig ist.
Übrigens, für den Denon 1910 gibt es einen Softwareupdate, welcher das Problem mit dem schwarzen Rand aber auch nicht komplett beseitigt. Laut Denon sind 2% die beim Bild fehlen innerhalb des verkraftbaren Toleranzbereichs. Das werden die Heimkinoliebhaber wohl anders sehen.
Ton Ich habe den Player nur digital (optisch) an meinen Verstärker angeschlossen, das heißt die ganze Decodierarbeit überlies ich diesem. Kann also hier keine Aussage treffen wie die Qualität ist, wenn der Player analog angeschlossen wird.
Fazit Meines Erachtens kann man den DVD Player für die digitale Zuspielung vergessen. Als Zuspieler für einen normalen Röhren TV wird man sich wohl keinen 279€ teuren Player anschaffen, wo doch schon sehr gute geräte um 100€ weniger zu haben sind (Panasonic S75 um einen zu nennen). Habe den Player aber nicht an meinem 100Hz TV (Panasonic 28PL30D) getestet und die Aussagekraft würde sich wohl in Grenzen halten da mein TV eben das Bild noch einmal elektronisch nachbearbeitet (eben 100Hz TV).
Ich hoffe hier eine Kaufhilfe gewesen zu sein, falls es Fehler in meinem Review gibt, einfach mich per Mail kontaktieren. Fragen werde ich versuchen zu beantworte, aber wie gesagt, der Player steht nicht mehr bei mir zu Hause.
Testequipment Denon 1910 Sanyo PLV Z2
Der Denon 1910 war über ein 1,5m langes DVI-D Kabel von Hama an den Projektor angeschlossen. Leider befindet sich meine Leinwand noch in Bau, aber den schwarzen Rand hätte ich wohl so oder so erkannt. Die Bildschärfe war auch als sehr gut auszumachen, einzig beim Kontrast und den Farben kann es meines Erachtens Verfälschungen geben. Aber da hier schon einmal mein Projektor als Fehlerquelle eingebaut ist, werde ich mich diesem Thema erst beim Review des Panasonic S97 widmen. Die Leinwand sollte bis zu den Weihnachten fertig sein. |
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