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wieder ein buchtipp der bei mir das gegenteil bewirkt. |
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Submitted by voodoohexe on Monday, October 11, 2004 - 12:50
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Buch
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also ich werde dieses buch sicher nicht lesen . schlaf ich ja schon bei dem artikel ein !!!
Quelle : die Presse
Was ich lese... Alfred Pitter-Tschatscher (Spectrum) 09.10.2004
Beruflich lese ich, was ich zu lesen habe. Privat bevorzuge ich allerdings die Lektüre nach Zufallsprinzip. Oft lese ich parallel zwei bis drei Bücher an. Und nur weiter, wenn sie mich wach halten, weil ich beim Lesen halt nur wach bleibe, wenn das Buch mich nicht einschläfert. Bei der Auswahl bin ich wohl leidenschaftlich subjektiv - fernab aller Bestenlisten, Bestsellerlisten, Pflichtlektüren und so weiter.
Kürzlich lieh mir ein Freund ein preisreduziertes Mängelexemplar des Romans Mit Staunen und Zittern von Amélie Nothomb (Diogenes Verlag, Zürich). In diesem Roman wird geschildert, wie sich eine Europäerin bei einem japanischen Unternehmen als Arbeitnehmerin erprobt. Für mich bereits ein deutliches Zeichen großer Qualität: Die ersten 50 Seiten las ich ohne Unterbrechung kurz vor Mitternacht in einem Stück durch. Nothomb erzählt ohne Ausschmückung, direkt, klar und ohne Umschweife; wer in der Arbeitswelt den tagtäglichen Normalwahnsinn studiert, für den ist dieses Buch eine wahre Fundgrube in Sachen Hierarchie: "Ich werde dir niemals alle deine Pflichten aufzählen können, denn in deinem Leben bleibt keine Minute, wo du nicht der einen oder anderen von ihnen unterliegst."
Amélie Nothomb versteht es, mit Distanz und Humor zu erzählen, ohne die japanische Kultur oder Arbeitsmentalität zu denunzieren. Einen Satz behalte ich in Erinnerung: "Zum letzten Mal stürzte ich mich in die Tiefe. Ich blickte meinem Körper nach." [*]
Alfred Pitter-Tschatscher, Literaturredakteur im ORF-Landesstudio Oberösterreich
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