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Übersicht freier Betriebssysteme
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| SuSE Last updated by artemisia on Sunday, 08/09/2002 - 22:26 | Die SuSE distribution zeichnet sich auf den ersten Blick durch einfache Installation, Benutzerfreundlichkeit und einem sehr großen Umfang an leicht installierbarer Softwarepakete aus. Für Einsteiger ist besonders die relativ einfache Installation zu erwähnen. vor allem die vorgefertigten Pakete erleichtern das Arbeiten mit dieser Distribution.
Der Nachteil liegt vielleicht im Verhalten der SuSE-Fachleute, ihre Distribtion von allgemeinen Trends abzukoppeln. Solange man mit den SuSE-binaries arbeitet verläuft alles ziemlich problemlos. Der ärger beginnt dann, wenn man Pakete selber übersetzen möchte. Viele libraries werden nur als binaries installiert, während die header in anderen sogenannten entwicklungspaketen versteckt werden, eine etwas gewöhnungsbedürftigte Philosophie. auch haben die Spezialisten der SuSE-Distribution oft so ihre eigene Vorstellung wo die Pakete installiert sein sollen. Oftmals sind dadurch bei den sourcen lange Aufrufe mit --prefix einstellungen oder die Anlage entsprechender Links notwendig, etwas das Anfänger schlicht überfordert. Das Fragwürdigste ist sicher der "eigene SuSE-kernel" also ein Kernel der durch viele gepachte Änderungen sich vom Original-Kernel entfernt.
Insgesamt also eine Distribution die zum Kennenlernen hervorragend geeignet ist, von Anwendern, die ihr OS selbst gestalten wollen aber sehr viel abverlangt.
Wichtige Dateien und Verzeichnisse:
/etc Systemweite Konfiguration wie in anderen Distributionen auch
/etc/sysconfig in diesem Verzeichnis liegen einzelne Dateien mit Einstellungen, die vorher in der rc.config zusammengefasst waren, zum Beispiel die Einstellung ob das Einloggen auf der Konsole oder durch xdm/kdm/gdm abläuft: displaymanger oder Standardwindowmanager: windowmanager Gewöhnungsbedürftigt sind die Route-Einstellungen in
/etc/sysconfig/network/routes und die Netzwerkeinstellungen die jetzt schnittstellenabhängig in /etc/sysconfig/network/ifcfg-ethX stehen wobei X für 0, 1, 2 ... also die x'te schnittstelle steht.
Das Starten der Änderungen im laufenden Betrieb statt ifconfig nun mit ifup und ifdown vorgenommen, wobei auf die Dateien gemäß der SuSE-distribution zugegriffen wird. Merkwürdig, sehr merkwürdig.
Der unbedarfte Benutzer kann mit distributionsunabhängigen Anleitungen kaum noch etwas anfangen und wird mehr oder weniger gezwungen YAST zu benutzen, ein Schlingel wer Böses dabei denkt.
Übrigens, wer es wie ich als Unverschämtheit empfindet, daß beim Start auf der Konsole mehr als die Hälfte des Bildschirms im grünen Gewand für die Werbung der SuSE-GmbH verschwendet wird, der kann in lilo.conf mit den Einstellungen
append = "splash=0" bzw. wenn ein "append" Anhang existiert diesem mit splash=0 zu erweitern
und
vga=normal einen traditionellen GNU/Linux-bildschirm beim Starten erzeugen. |
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